24. Juni 2019

Investitionen ins Unternehmen: Steuerberater kann richtige Struktur schaffen

Jedes Investitionsvorhaben, das über alltägliche Ausgaben herausgeht, führt zu einer herausfordernden Planung. Größere Ausgaben müssen sehr gut vorbereitet werden, um die beste Lösung dafür zu finden, die finanzielle Sicherheit gibt.

Von Andreas Bartkowski, Steuerberater und Partner 

Unternehmen aller Branchen können regelmäßig vor Investitionsherausforderungen stehen. Da muss vielleicht der Maschinenpark modernisiert oder eine neue Halle errichtet werden, es werden neue Firmenfahrzeuge benötigt oder neue, hochbezahlte Mitarbeiter. Das alles kostet (viel) Geld, aber verzichten können Unternehmen auf Investitionen auch nicht. Schließlich sind Geschäftsführer gefragt, die Substanz des Betriebs zu stärken und neue betriebswirtschaftliche und strategische Potenziale zu erschließen. Und das geht oftmals eben nur durch gezielte Investitionen.

Dann stellt sich die Frage, woher die Liquidität kommen soll. Zwar sind die vergangenen Jahre bei vielen Unternehmen gut gelaufen, sodass die Kassen bisweilen gut gefüllt sind. Aber erstens steht in der Regel nicht unbegrenzt Geld zur Verfügung, sodass nicht jede Investition anstandslos aus eigener Kraft geleistet werden kann. Und zweitens wollen Unternehmer vielleicht nicht das ganze strategische Betriebsvermögen für eine Investition ausgeben, sondern diese beispielsweise für eine potenzielle Krisenphase erhalten.

Das bedeutet: Jedes Investitionsvorhaben, das über alltägliche Ausgaben herausgeht, führt zu einer herausfordernden Planung. Größere Ausgaben müssen sehr gut vorbereitet werden, um die beste Lösung dafür zu finden, die finanzielle Sicherheit gibt. Das kann eine klassische Bankfinanzierung sein, die Kombination aus Fremdfinanzierung, Eigenkapital und Fördergeldern oder auch eine Finanzierung am Kapitalmarkt, etwa durch Verkauf von Gesellschaftsanteilen an einen Investor.

Das ist eine Entscheidung, die vielfältige Auswirkungen auf die Zukunft hat. Daher sollten Investitionsvorhaben genau diskutiert und die verschiedenen Wege durchgespielt werden. Der Steuerberater ist der richtige Ansprechpartner für diese Herausforderung. Er kann die verschiedene Wege und betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Szenarien genau durchspielen und daraus eine fundierte Entscheidungshilfe ableiten.

Im Fokus der allermeisten Unternehmen steht natürlich die Bankfinanzierung. Das ist aber alles andere als ein Selbstläufer. Trotz Geldschwemme und historisch niedriger Zinsen sind Banken bei Unternehmensfinanzierungen oftmals alles andere als freigiebig. Die Institute haben durch die regulatorischen Vorschriften der Aufsichtsbehörden die Richtlinien für die Kreditvergabe verschärft. Daher sind Unternehmen gefordert, die Bank zum Partner zu machen, um Wachstum und künftige Geschäftserfolge nicht zu gefährden. Daher benötigen Banken die vollständigen betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Unterlagen der vergangenen Jahre und einen Business-Plan, der die Amortisation des zu finanzierenden Projekts darstellt. Ebenso wollen die Banken eine Bilanz sehen, die nicht rein fiskalisch orientiert ist. Denn wer die Unternehmenserfolge kleinrechnet, um Steuern zu sparen, ist für eine Bank oftmals kein sonderlich attraktiver Finanzierungskunde.

Dies ist übrigens auch wichtig, um eine Förderung als Unternehmen für eine Investition zu erhalten, etwa über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Mit dem KfW-Unternehmerkredit beispielsweise fördert die Bank alles, was für die unternehmerische Tätigkeit notwendig ist. Das können die Anschaffung von Anlagen, Grundstücke und Gebäude, Einrichtungsgegenstände oder auch der Kauf von Betriebs- und Geschäftsausstattung sein. Dafür benötigen Unternehmen aber immer einen Finanzierungspartner. Über diesen wird der Antrag auf Förderung gestellt. Ist die Bank nicht von dem Finanzierungsvorhaben überzeugt, wird es gar nicht erst zu einem Antrag kommen.

Eine Übersicht über die Förderprogramme für Unternehmen der KfW ist unter www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/index-2.html verfügbar. Mit der Förderdatenbank des Bundes im Internet gibt die Bundesregierung einen umfassenden und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union: www.foerderdatenbank.de




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